Klimafreundliches Kochen und Einkaufen

Nachfolgende Tipps zeigen, wie man/frau beim Kochen das Klima schützen und obendrein auch noch Geld sparen kann.

Die Berechnungen der CO2-Einsparung sowie des Geldwertes wurden auf Basis durchschnittlicher Werte für Österreich durchgeführt und beziehen sich auf ein Jahr.

Quelle: Greenpeace

  • Ohne Fleisch geht’s auch

Ersparnis: 104 kg CO2 und 80,00 €
Bodennutzung und Landwirtschaft sind für rund ein Fünftel mitverantwortlich für den Treibhauseffekt. Oft werden die Urwälder abgeholzt, um Platz zu machen für Sojafelder für Viehfutter. Treibhausgase entstehen sowohl aus der Tierhaltung als auch aufgrund einer übermäßigen Düngung von Feldern.

  • Wasser aus der Leitung bevorzugen

Ersparnis: 40 kg CO2 und 80,00 €
Wasser aus der Leitung bevorzugen, denn in Flaschen abgefülltes Wasser macht dem Klima zu schaffen. Die Produktion einer Kunststoffflasche verursacht eine Menge Treibhausgasemissionen, gemeinsam mit dem Transport hängt an jeder Literflasche Trinkwasser im Supermarkt 220 g CO2.Wenn man auch noch mit dem Auto fährt, um eine Kiste Mineralwasser zu kaufen, steigt die Belastung weiter.

Jede nicht gekaufte Flasche Wasser vermeidet somit 250 g CO2-Emissionen, und die Alternative kommt ohnehin beinahe kostenlos aus der Leitung.

  • Mehrwegflaschen statt Dosen

Ersparnis: 9 kg CO2
Bier aus der Flasche ist cool, Bier aus der Dose nicht. Wer mehr Argumente braucht: Dosen werden aus Blech hergestellt, also Aluminium oder Stahl und Zinn. Die Produktion ist aufwändig und energieintensiv. Dazu kommt: Es gibt kein Pfandsystem für Dosen. So belastet Dosenbier das Klima dreimal stärker als Bier aus Pfandflaschen.

  • Wasserkocher statt Herd

Ersparnis: 20 kg CO2 und 15,00 €
Der Bedarf an Kochwasser für Tee, Nudeln etc. ist hoch? Dann möglichst immer einen Wasserkocher verwenden. Denn Wasserkocher sind sehr effizient: um 1 Liter kaltes Wasser auf dem Herd zum Kochen zu bringen, brauchen sie in etwa 6 Minuten. Ein Wasserkocher schafft das gleiche in nur 2,5 Minuten.

Sogar beim Kochen zahlt es sich aus, das Wasser im Wasserkocher zum Kochen zu bringen, bevor man es in den Topf gibt.

  • Backrohr: Umluft statt Oberhitze allein

Ersparnis: 20 kg CO2 und 15,00 €
Backen Sie jede Woche mindestens drei Kuchen? Dann gehört das Backrohr zu den größeren Energieverbrauchern in Ihrem Haushalt. Beim Kauf von neuen Geräten, sollten auf jeden Fall auf den Energieverbrauch geachtet werden. Am besten ist ein Backrohr mit Umluft oder Heizluft: Die Wärme wird schneller und effektiver verteilt als bei Ober- und/oder Unterhitze und es reicht eine niedrigere Backtemperatur.

Wenn man das Backrohr zehn Minuten früher abdreht und die Nachwärme nutzt, lässt sich sogar bis zu vierzig Prozent an Backenergie einsparen.

  • Ein Rohkosttag pro Woche

Ersparnis: 10 kg CO2 und 100,00 €
(Nicht nur) Hasen wissen, was gut ist. Rohkost schmeckt und ist gesund. Gemüse und Obst, das nicht hitzebehandelt wird, behält all seine wichtigen Enzyme, Vitamine und Spurenelemente. Ein Tag in der Woche nur Rohkost hilft beim Entschlacken und dabei, das Wunschgewicht zu erreichen. Und wer sein Essen nicht kocht, spart eine Menge Energie und Zeit!
Kurz zusammengefasst

Weniger Fleisch und mehr Rohkost sind die wichtigsten Klima-Taten beim Essen!

Nachfolgende Tipps zeigen, wie man/frau beim Einkaufen das Klima schützen kann.

Die Berechnungen der CO2-Einsparung wurden auf Basis durchschnittlicher Werte für Österreich durchgeführt und beziehen sich auf ein Jahr.

  • Zum Einkaufen mit dem Fahrrad

Ersparnis: 500 kg CO2

Auf typischen Alltagsstrecken ist man per Fahrrad meist schneller als mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, überflüssige Kilos haben keine Chance und das Klima freut sich zusätzlich über jeden zusätzlichen Radfahrer. Und über jeden Fußgänger ohnehin!

  • Bioprodukte kaufen

Ersparnis: 400 kg CO2

Bei Bioprodukten wird auf Kunstdünger verzichtet, durch geringeren Maschineneinsatz und kürzere Transportwege wird viel weniger Energie benötigt. Wer beim Biobauer in der Umgebung einkauft, spart darüber hinaus Einiges an Transport und Verpackung ein.

  • Obst und Gemüse aus der Region

Ersparnis: 200 kg CO2

Verpackung, Transport und Kühlung benötigen Energie. Saisonale Produkte aus der eigenen Region haben weniger Kilometer Transport hinter sich, sind selten aufwändig verpackt und stammen oft aus biologischem Anbau. Mit dem Kauf regionaler Lebensmittel und Getränke werden gleichzeitig heimische Hersteller unterstützt.

Achtung: Tomaten aus einem hiesigen geheizten Glashaus können mehr CO2 verursachen als solche, die unter der Sonne gereift sind und anschließend per LKW nach Österreich gebracht werden.

  • Einkaufen im Ort

Ersparnis: 150 kg CO2

Es soll sie noch geben: Dörfer und Städte, wo man – ganz wie früher – einfach im Ort seine täglichen Einkäufe machen kann. Menschen, die Milch und Butter vor Ort kaufen können und nicht in ein stressiges Einkaufszentrum fahren müssen, können sich glücklich schätzen. Besser die lokale Wirtschaft unterstützen anstelle eines internationalen Diskonters! Im Ort ist es leichter, kleine Einkäufe mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu machen und gleichzeitig Treibstoffkosten zu sparen.

  • Mit eigener Tasche einkaufen

Ersparnis: 1 kg CO2
Sie sind das Symbol der Wegwerfgesellschaft schlechthin: Plastiksackerl. 350 Millionen Stück werden jährlich in Österreich in Umlauf gebracht. Landen sie in der Natur, braucht es hunderte Jahre, bis sie abgebaut sind. Verschiedene Städte und Länder haben die Sackerl an der Supermarktkasse bereits verbannt. Österreich hinkt da leider hinterher. Jede und jeder kann ein Zeichen setzen, indem er seine Tasche zu jedem Einkauf mitnimmt und das Gratis-Sackerl ablehnt.

 

 

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